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ACHTUNG GRENZE!®

ACHTUNG GRENZE!® ist ein Programm zur Prävention von sexualisierter Gewalt und Gewalt allgemein. Es wurde vom Kinderschutzbund Nürnberg entwickelt und wird in Nürnberger Schulen (alle Schulformen) und verschiedenen Einrichtungen der Kinder-und Jugendhilfe durchgeführt. Die Workshops richten sich an Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 15 Jahren bzw. von der 3. bis zur 7. Jahrgangsstufe.

Aktuelles ACHTUNG GRENZE! Team

Unser Team für ACHTUNG GRENZE!®

Die Workshops, Elternabende und Mitarbeiterfortbildung werden vor Ort von qualifizierten Sozialpädagogen/-innen umgesetzt.

Eine weibliche und eine männliche Fachkraft aus unserem ACHTUNG GRENZE!®-Team sprechen sich zunächst mit den pädagogischen Fachkräften Ihrer Einrichtung ab und führen schließlich die Workshops mit den Kindern oder Jugendlichen durch.

Zu bestimmten Themen wird auch geschlechtsspezifisch gearbeitet.

Die Workshops für Kinder und Jugendliche

Die Workshops werden in der Regel an zwei Schultagen von der ersten bis inklusive der fünften Unterrichtsstunde durchgeführt. Sie bestehen aus aufeinander aufbauenden Modulen. In außerschulischen Einrichtungen können zeitlich auch andere Vereinbarungen getroffen werden.
In der letzten Schulstunde des Workshop-Tages bieten die Referenten/-innen den Kindern bzw. Jugendlichen der jeweiligen Klasse eine Sprechstunde an. Dieses Beratungs-Angebot ist freiwillig.

Im Mittelpunkt der Workshops steht die altersgerechte Vermittlung der Themen, die zur Förderung von Sozialkompetenz und Selbstbehauptung sowie zur Vorbeugung von Grenzverletzungen und (sexueller) Gewalt wichtig sind.

Die Workshops bestehen aus 5 aufeinander aufbauenden Einheiten:

  1. Grenzen wahrnehmen
  • Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse reflektiert wahrnehmen und äußern lernen
  • Gefühle und Bedürfnisse anderer wahrnehmen und deuten
  • Körperwahrnehmung, Körpergrenzen, „Mein Körper gehört mir“
  1. Grenzen setzen und akzeptieren
  • Grenzen setzen und akzeptieren können
  • Kennenlernen von Handlungsmöglichkeiten für alltägliche Grenzverletzungen
  • gewaltfreie Lösungswege, Selbstbehauptung und eindeutige Kommunikation
  1. Formen von Gewalt
  • Aufklärung über unterschiedliche Formen von Gewalt (psychisch, körperlich, sexualisiert)
  • Aufklärung über Gefahren im Internet und Vermittlung von Sicherheitsregeln im Internet
  1. Freundschaft, Liebe, Beziehung, Sexualität
  • Altersgerechte Vermittlung für positives Erleben von Freundschaft, Beziehung, Liebe und Sexualität
  • Kritische Reflektion von traditionellen Geschlechterrollen, Verhaltensweisen und eigener Identität
  1. Aufklärung über sexuelle Gewalt – Schutz und Hilfe
  • Angstfreie Aufklärung über sexuelle Gewalt
  • Vermittlung von Rechten und präventivem Schutz
  • Hilfe holen, Hilfs- und Beratungsangebote vor Ort
  • Primärprävention: Durch das Projekt soll die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die körperliche, psychische und sexuelle Gewalt erleben müssen, vermindert werden.
  • Sekundärprävention: schnellere Aufdeckung und damit Beenden von Gewalt
  • Wissen über Kinderrechte
  • Grundlagenwissen über verschiedene Formen von Gewalt
  • Handlungswissen: Wie kann ich mich in Gewaltsituationen verhalten? Wo kann ich Hilfe bekommen?
  • Förderung von sozialer Kompetenz, Stärkung von Selbstbewusstsein, Selbstbehauptung, Einfühlungsvermögen
  • Täterprävention
Filme zum Thema sexueller Missbrauch
Kämpfen geht auch ohne Gewalt

Motivation durch Methodenvielfalt

Methodisch steht die aktive Beteiligung der Kinder und Jugendlichen im Vordergrund. Spielerisch werden eigene Kompetenzen und Ressourcen entdeckt und mit Spaß und Begeisterung entfaltet.

Die Methodenvielfalt reicht von interaktiven theaterpädagogischen Elementen, Spiel- und Gesprächspädagogik, Rollenspielen, Kleingruppen- und Einzelarbeit bis hin zum Einsatz unterschiedlicher Medien.

Durch den externen Besuch von Fachleuten und die Methodenvielfalt entwickelt sich bei den Kindern und Jugendlichen erfahrungsgemäß eine starke Motivation. Sie können die Lerninhalte dadurch leichter erfassen und erinnern. An das im Workshop Erlernte können die pädagogischen Fachkräfte der Schule bzw. Einrichtung später inhaltlich anknüpfen.

Das im Workshop geübte Verhalten kann von den Kindern und Jugendlichen direkt im Alltag umgesetzt werden.

Informationsabende für Eltern und andere Bezugspersonen


Eltern können durch ihre Erziehungshaltung und ihre Vorbildfunktion wesentlich zum Schutz ihrer Kinder vor Grenzverletzungen und sexueller Gewalt beitragen.

Fester Bestandteil von ACHTUNG GRENZE!® ist daher ein Elternabend im Vorfeld der Workshops. Zu dieser Veranstaltung können gerne alle Eltern der Schule bzw. Einrichtung eingeladen werden, unabhängig davon, ob ihr Kind an einem der Workshops teilnimmt. Auch andere Bezugspersonen der Kinder oder an ihrer Erziehung beteiligte Personen sind herzlich eingeladen.

Die Veranstaltung hat einen Umfang von 90 Minuten.

Vermittelt werden Hintergrundinformationen und Basiswissen zum Thema sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen:

  • Grundlagenwissen zum Thema sexualisierte Gewalt
  • Handlungsmöglichkeiten bei Verdacht auf sexualisierte Gewalt
  • Informationen über Inhalte des Angebotes ACHTUNG GRENZE!®
  • Thema Kinderrechte
  • Umsetzen vorbeugender Erziehung im Alltag
Stopp!

Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte

Ebenfalls ein fester Bestandteil von ACHTUNG GRENZE!® ist eine Fortbildung für die pädagogischen Fachkräfte der Schule bzw. Einrichtung. Die Fortbildungen werden, als eine die lokale, staatliche Lehrerfortbildung ergänzende Maßnahme, durch das staatliche Schulamt in der Stadt Nürnberg anerkannt.

Wir empfehlen die Teilnahme an der Fortbildung gerade auch für pädagogische Fachkräfte, die nicht mit ihrer Klasse/Gruppe am Projekt teilnehmen.

Überblick über das Fortbildungsangebot

Wir bieten drei unterschiedliche Themen zur Auswahl an. Die Fortbildungsveranstaltungen dauern jeweils ca. 3 Stunden.

Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen: Wissen-Handeln-Schützen

  • Grundlagenwissen zum Thema sexualisierte Gewalt
  • Möglichkeiten der Intervention (mit Fallbeispiel)
  • Informationen zu präventiven Möglichkeiten
  • Präventive strukturelle Bedingungen, Mindeststandards
  • Unterstützung beim Thema Selbstreflexion und bei der Entwicklung einer Grundhaltung zum Thema (sexuelle) Gewalt
  • Information über Beratungsstellen und Hilfesysteme außerhalb der Organisation und Einrichtung
  • Informationen zu den Workshops

Sexuelle Übergriffe unter Kindern und Jugendlichen: Erkennen-Handeln-Schützen

  • Grundlagen zur kindlichen Sexualentwicklung
  • Grundlagenwissen zum Thema sexualisierte Gewalt unter Kindern und Jugendlichen
  • Unterscheidung und Abgrenzung zwischen sexuellen Aktivitäten und sexueller Gewalt unter Kindern und Jugendlichen
  • Möglichkeiten der Intervention (mit Fallbeispiel)
  • Informationen zu präventiven Möglichkeiten
  • Präventive strukturelle Bedingungen, Mindeststandards
  • Unterstützung beim Thema Selbstreflexion und bei der Entwicklung einer Grundhaltung zum Thema (sexuelle) Gewalt unter Kindern und Jugendlichen
  • Information über Beratungsstellen und Hilfesysteme außerhalb der Organisation und Einrichtung
  • Informationen zu den Workshops

Sexualpädagogik im pädagogischen Alltag

 Zielgruppe: Pädagogische Fachkräfte an Schulen, in Horten, Kinder-und Jugendtagesstätten und anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (wie z. B. der Behindertenhilfe an Förderschulen), die bereits Sexualaufklärung anbieten oder zukünftig anbieten möchten.

  • Diskussion über die Relevanz von Sexualaufklärung und Argumente für eine altersgemäße Sexualaufklärung (auch außerhalb der Familie)
  • Darstellung der für eine angemessene Sexualaufklärung relevanten Inhalte, dabei Einteilung nach Alter bzw. Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen
  • Präsentation verschiedener sexualpädagogischer Methoden zur praktischen Umsetzung (im Unterricht) und gemeinsames, exemplarisches Durchführen einiger Methoden
  • Rechtliche Hinweise zur Durchführung von Sexualaufklärung und sexualpädagogischen Maßnahmen

ACHTUNG GRENZE!® für Ihre Einrichtung buchen

Gerne führen wir ACHTUNG GRENZE!® auch an Ihrer Schule oder in Ihrer Einrichtung durch!

Für detaillierte Informationen zu den Inhalten der Angebote, zur Buchung und zu den Kosten wenden Sie sich bitte an:

Stephanie Schmidt und Frank Schuh
Koordination ACHTUNG GRENZE!®
Telefon:  0911 92 91 90 00

E-Mail: achtung.grenze@kinderschutzbund-nuernberg.de

Wo sind Berührungen okay für mich?

Informationsmaterial zum Download

Diese Dateien gibt es auch als Druckversion, die wir Ihnen bei Bedarf gerne zusenden.